E-Rechnung 2026: Alle Änderungen, Pflicht und Formate im Überblick

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland die E‑Rechnungspflicht für den Empfang elektronischer Rechnungen. Unternehmen müssen ab diesem Zeitpunkt E‑Rechnungen empfangen, prüfen und verarbeiten, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Papier- oder einfache PDF-Rechnungen reichen nicht mehr aus, wenn der Empfänger strukturierte Formate verlangt. Ab 2027 tritt die Versandpflicht für größere Unternehmen in Kraft, ab 2028 gilt sie für alle Unternehmen. Die E‑Rechnung ist damit Pflicht und gleichzeitig ein entscheidender Schritt in Richtung digitale Rechnungsverarbeitung.

Es gibt zwar Ausnahmen von der Pflicht, E‑Rechnungen zu erstellen, diese verhindern jedoch nicht, dass Unternehmen freiwillig elektronische Rechnungen einsetzen können. Wer frühzeitig auf digitale Rechnungen umstellt, profitiert von effizienteren Abläufen und geringeren Fehlerquoten.


Vorteile der E-Rechnung

Die Umstellung auf die E‑Rechnung bietet zahlreiche Vorteile:

  • Effizienzsteigerung: Automatisierte Verarbeitung reduziert manuelle Arbeitsschritte.
  • Fehlerreduktion: Strukturierte Daten verhindern Eingabefehler.
  • Schnellere Zahlungen: Rechnungen werden schneller validiert und weitergeleitet.
  • Transparenz: Alle Rechnungsinformationen sind digital abrufbar.
  • Kosteneinsparungen: Weniger Papier, Porto und Archivierungsaufwand.

Unternehmen, die diese Vorteile nutzen, verbessern gleichzeitig ihre internen Prozesse und schaffen die Grundlage für eine vollständig digitale Finanzverwaltung.


Die wichtigsten E‑Rechnungsformate 2026

Für die gesetzeskonforme Umsetzung sind vor allem folgende Formate relevant:

  • XRechnung: XML-basiertes Standardformat für öffentliche Auftraggeber.
  • ZUGFeRD: Daten und PDF in einer Datei: Verbindet ein maschinenlesbares XML mit einem normalen PDF, EN 16931-konform.

Diese Formate stellen sicher, dass Rechnungen maschinenlesbar sind und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Unternehmen müssen ihre Softwarelösungen entsprechend anpassen und validierte Prozesse einführen.


Rechtliche Voraussetzungen und Pflichtangaben

Damit E‑Rechnungen rechtsgültig sind, müssen sie EN 16931-konform sein und folgende Pflichtangaben enthalten:

  • Name und Anschrift von Rechnungsaussteller und Rechnungsempfänger
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Rechnungsdatum und Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen
  • Einzel- und Gesamtpreise, inklusive Steuersätze und Steuerbeträge
  • Zahlungsbedingungen und Fälligkeit

Lexware und Lexware Office unterstützen Unternehmen dabei, diese Angaben korrekt zu erfassen und die E‑Rechnungen automatisch zu erstellen, prüfen und versenden.

Im Jahr 2026 sollten Unternehmen den E‑Rechnungs-Versand sauber einrichten, um rechtzeitig vorbereitet zu sein. Wie vorgehen?

  • E-Rechnungs-Account einrichten
  • Eigene Absender-E-Mail-Adresse eintragen,
  • Im Kundenstamm die Angaben zur
    • E-Rechnung und zur Kreditorennummern erfassen
    • Die E-Mail-Adresse des Kunden für die E-Rechnung erfragen und erfassen.
  • Kundenstamm lässt sich nach und nach aktualisieren, ohne Stress. Der Kundenstamm muss teils händisch nachgepflegt werden.
  • Ihr Kundenstamm wächst: Neue Kundendaten werden direkt korrekt erfasst.
  • Sie machen sich mit dem Thema in der täglichen Arbeit vertraut. Keine stressigen Anpassungen.
  • ERP-Systeme und Buchhaltungssoftware müssen auf dem neuesten Stand sein.
  • Rechnungsdaten werden strukturiert erfasst, geprüft und validiert.
  • Lexware oder Lexware Office unterstützen bei der automatischen Erstellung, Prüfung und dem Versand von E‑Rechnungen.

Wer diese Schritte frühzeitig umsetzt, spart Zeit und reduziert Fehlerquellen bei der Rechnungsverarbeitung.

In unseren Webinaren bieten wir Ihnen praxisorientierte Unterstützung an. Auf Wunsch gibt es auch individuelle praktische Beratung & Begleitung.

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Um eine individuelle kostenpflichtige Beratung zu erhalten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an mail@ziemer-consult.de.



FAZIT

Die E-Rechnung ist mehr als eine Pflicht: Sie bietet Ihnen die Möglichkeit, Prozesse effizienter, transparenter und digitaler zu gestalten. Unternehmen stellen sicher, dass sie gesetzeskonform arbeiten und langfristige Vorteile in der Finanzverwaltung erzielen.

Sie meinen, bis 2028 ist ja noch Zeit? Schieben Sie das Thema nicht auf. Es hört sich komplizierter an, als es tatsächlich ist. Und: Wer frühzeitig handelt, ist vorbereitet, vermeidet Stress und nutzt die Chancen der Digitalisierung schon jetzt optimal.

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